Der Tankvorgang ist meist schnell erledigt, doch bei der Bezahlung gibt es mehr Unterschiede, als viele erwarten. Welche Zahlarten akzeptiert werden, hängt vom Betreiber, von der Betriebsform und von der Tageszeit ab. Wer die üblichen Optionen kennt, vermeidet unangenehme Überraschungen an der Kasse oder am Automaten.
Die gängigen Zahlungsarten
An den meisten bemannten Stationen wird zunächst getankt und anschließend im Verkaufsraum bezahlt. Dort sind in der Regel folgende Formen möglich:
- Bargeld: Weiterhin verbreitet, bei besetztem Kassenbereich meist problemlos. An reinen Automatentankstellen und im Nachtbetrieb aber häufig nicht möglich.
- Girocard und Kreditkarte: Standard an nahezu allen Stationen. Bei manchen Karten wird kurzzeitig ein Sicherungsbetrag reserviert.
- Kontaktloses Bezahlen: Über Karte oder Smartphone weit verbreitet, sowohl an der Kasse als auch an vielen Säulenterminals.
- Tankkarten: Von Mineralölgesellschaften oder Flottendienstleistern ausgegebene Karten, vor allem im gewerblichen Bereich genutzt.
Welche Karten im Einzelnen akzeptiert werden, unterscheidet sich von Station zu Station. Es ist nicht selbstverständlich, dass jede Kreditkartenmarke überall angenommen wird. Bei kleineren oder freien Stationen kann die Auswahl enger sein als bei großen Ketten.
Bezahlen am Automaten und an der Säule
Immer mehr Stationen bieten die Möglichkeit, direkt an der Zapfsäule zu bezahlen. Das Terminal an der Säule akzeptiert dabei üblicherweise Karten und kontaktlose Zahlungen. Diese Variante ist besonders im Automatenbetrieb ohne Personal relevant, etwa nachts oder an reinen Automatentankstellen.
Beim Bezahlen an der Säule ist die Reihenfolge oft umgekehrt: Zuerst wird die Karte vorgehalten oder eingesteckt, dann wird der Tankvorgang freigegeben. Bei diesem Verfahren kann ein Vormerkbetrag reserviert werden, der über dem tatsächlichen Tankbetrag liegt und nach der endgültigen Abrechnung wieder freigegeben wird. Die Freigabe kann je nach Kartenanbieter einige Tage dauern.
Auch App-basierte Bezahlverfahren haben sich verbreitet. Dabei wird der Tankvorgang über eine Anwendung auf dem Smartphone abgewickelt, teils ohne dass ein physisches Terminal genutzt werden muss. Verfügbarkeit und Ablauf hängen vom jeweiligen Anbieter und der teilnehmenden Station ab.
Worauf sich achten lässt
Einige Punkte helfen, den Bezahlvorgang reibungslos zu gestalten:
- Für den Nacht- und Automatenbetrieb sollte eine funktionsfähige Karte bereitliegen, da Bargeld dort oft ausscheidet.
- Bei Fahrten ins Ausland oder mit ausländischen Karten ist es sinnvoll zu wissen, ob die eigene Karte akzeptiert wird und ob zusätzliche Entgelte anfallen.
- Tankkarten sind meist an bestimmte Netze gebunden und funktionieren nicht überall. Der Akzeptanzbereich ergibt sich aus den Bedingungen des Ausgebers.
- Wer eine Quittung benötigt, erhält diese an der Kasse oder kann sie am Automaten anfordern. Bei App-Zahlungen wird der Beleg oft digital bereitgestellt.
Ein häufiges Missverständnis betrifft die Reservierung von Beträgen bei Kartenzahlung. Der reservierte Betrag ist nicht der endgültige Preis, sondern eine vorläufige Absicherung. Erst nach Abschluss des Vorgangs wird der tatsächlich getankte Betrag abgerechnet. Bei knappem Kontostand kann die Reservierung dennoch kurzzeitig das verfügbare Guthaben mindern.
Zusammengefasst gilt: Karte und kontaktlose Zahlung funktionieren an den meisten Stationen, während Bargeld vor allem bei besetztem Kassenbereich sicher ist. Für den Automatenbetrieb ist eine bargeldlose Option nahezu unverzichtbar. Welche Karten und Verfahren im Einzelnen akzeptiert werden, sollte man bei ungewohnten Stationen nicht als selbstverständlich voraussetzen, sondern im Zweifel vorab klären.